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Montag, 9. Juni 2014
Papst Pius XI. verurteilt die Vergötterung der Rasse
Aus der Note von Papst Pius XI. vom 14. Mai 1934 an die Reichsregierung:
„Menschliche Norm ist undenkbar ohne Verankerung im Göttlichen. Diese letzte Verankerung kann nicht liegen in einem gewillkürten ‚Göttlichen‘ der Rasse, nicht in der Verabsolutierung der Nation.
Ein solcher ‚Gott‘ des Blutes und der Rasse wäre weiter nichts als das selbstgeschaffene Widerbild eigener Beschränktheit und Enge, eine Vergötterung kollektiven Stolzes, aber nicht das gläubige und demütige Anerkennen eines alles Geschöpfliche überragenden höchsten Seins, in dessen Vaterhand die ganze Menschheit geborgen ist als in ihrem Schöpfer, ihrem Erhalter und Lenker. (…)
Die Kirche als Hüterin des Glaubenserbes Christ kann nicht widerstandslos zusehen, wenn der Jugend, der Trägerin der kommenden Generationen, statt der Frohbotschaft der Lehre Christi die Trutz- und Trugbotschaft eines neuen Materialismus der Rasse gepredigt wird und staatliche Institutionen hierzu missbraucht werden.“
(Quelle: Neuhäusler, Johann: Kreuz und Hakenkreuz, Verlag Katholische Kirche Bayerns, München, 1946, S. 378, Wikipedia „Rosenkranz-Demonstration“)
Dienstag, 13. Mai 2014
„Kitschig und unwahrhaft“ – Wieso die Nazis eine Missionszeitschrift verboten
Die Zeitschrift „Weltmission - Illustrierte Monatsschrift
des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung“ vom
Franziskus-Xaverius-Missionsverein in Aachen wurde am 27. August
1937 durch die Geheime Staatspolizeistelle Aachen mit Berufung auf §1 der
Notverordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar 1933 bis auf
weiteres verboten. Warum? Deshalb:
„Infolge der kitschigen und unwahrhaften Art der
Darstellung der Verhältnisse bei fremden Völkern und durch die Verherrlichung
fremder Rassen gegenüber den Europäern ist das Verbot der genannten Zeitschrift
notwendig geworden, da sie eine Gefahr für den nationalsozialistischen Staat
tragenden Rassegedanken bildet.“
Jeder Leser dieses Blogs weiß, dass die Darstellungen der
fremden Völker weder kitschig sind noch „fremde Rassen“ verherrlichen, sondern
lediglich die Realität widerspiegeln, wie sie die Missionare in den fremden Ländern
vorgefunden haben. Es ist wenig überraschend, dass die Darstellung der
positiven Eigenschaften der fremden Völker, besonders wenn diese sich bereits
zum katholischen Glauben bekehrt hatten, nicht in das nationalsozialistische
Konzept des „Untermenschen“ passte. Zudem ist das Ganze noch überaus anmaßend, da wohl die
meisten Nazis niemals ein solches Land betreten haben und wohl kaum den
Wahrheitsgehalt der gemachten Angaben überprüfen konnten. Ein anderer
naheliegender und wahrscheinlicher Grund für das Verbot ist meiner Meinung nach
die Liebe zum katholischen Glauben, zur Kirche und zu den Mitkatholiken
weltweit sowie das Mitleid mit den Heidenvölkern, die diese Schriften in den
Herzen der Gläubigen weckten.
In meinem persönlichen Besitz sind die letzten Missionshefte
vor dem Krieg, sowohl die „katholischen Missionen“ als auch die „Weltmissionen
der katholischen Kirche“, aus dem Jahr 1936. Auch bei ZVAB finden sich keine
Ausgaben der Zeitschriften zwischen den Jahren 1938 und 1945. Die
Inhaltszusammenfassung dieses Buchs legt nahe, dass die „katholischen Missionen“
und die „Weltmission der katholischen Kirche“ nach 1937 verboten wurden.
(Quelle: Adolph, Walter: Geheime Aufzeichnungen aus dem
nationalsozialistischen Kirchenkampf 1935-1943, S. 146-147)
Mittwoch, 7. Mai 2014
Haben die Bischöfe zu lange geschwiegen?
Vielleicht hört man zuweilen, dass die deutschen Bischöfe zu
spät oder gar nicht das wahre Gesicht des Nationalsozialismus erkannt haben und gegen ihn
aufgetreten sind. Dies ist nicht der Fall und lässt sich sehr leicht beweisen.
Nachfolgend ein kurzes Zitat aus dem
Buch „Die katholische Kirche im Deutschland Adolf Hitlers“, erschienen im Morus-Verlag.
Der Autor war Msgr. Walter Adolph, der neben Weihbischof Neuhäusler wohl einer
der bedeutendsten deutschen Autoren auf dem Gebiet des Kirchenkampfs im Dritten
Reich ist. Das Zitat stammt aus einer Stellungnahme der Bischöfe der Kölner
Kirchenprovinz zur nationalsozialistischen Bewegung, das Datum war der
05.03.1931, also fast zwei Jahre vor der Machtergreifung Hitlers.
„In Übereinstimmung mit einem Wort der bayerischen
Oberhirten warnen wir im tiefen Ernst vor dem Nationalsozialismus, ‚so lange
und so weit er kulturpolitische Auffassungen kundgibt, die mit der katholischen
Lehre nicht vereinbar sind‘. Ausdrücklich machen wir uns als besondere
Begründung dieser Warnung die Ausführung des Hochwürdigsten Herrn Kardinals und
Erzbischofs von Breslau zu eigen, der in seinem ‚Offenen Mahnwort zur
Jahreswende‘ schreibt: ‚Wir katholischen Christen kennen keine Rassenreligion,
sondern nur Christi weltbeherrschende Offenbarung, die für alle Völker den
gleichen Glaubensschatz, die gleichen Gebote und Heilseinrichtungen gebracht
hat. Möge jedes Volk und jeder Stamm alles Edle seiner Eigenart in diesem
Reiche des Königs Christus voll und ganz zur Entfaltung bringen‘, und weiter: ‚Wir
Katholiken kennen kein nationales Kirchengebilde. Katholisch heißt allgemein. Ein
Hirt und eine Herde rings auf dem Erdkreise: das ist der Grundplan des Reiches
Christi, feierlich verkündigt vor seinem Kreuzestode. – Ein Hirt und eine
Herde, das ist zugleich die Weihe des geistigen Bandes, das in der
Völkerfamilie herrscht und durch keinerlei irdische Differenzen und Interessenskämpfe
gelockert werden kann.“
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